Familienrecht

Familienrecht

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit als Rechtsanwältin und Fachanwältin liegt im Fachbereich Familienrecht. Hier ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt, besonders wenn Kinder betroffen sind. Ziel ist es, möglichst bereits außergerichtlich eine gütliche Lösung zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, so vertrete ich Sie mit meinem Fachwissen und Erfahrungsschatz im gerichtlichen Verfahren.

Themen im Familienrecht beispielsweise

  • Ehe / Ehevertrag
  • Eingetragene Lebenspartnerschaft
  • Scheidung
  • Kindes-, Ehegatten-, Elternunterhalt
  • Sorgerecht
  • Umgangsrecht
  • Zugewinnausgleich
  • Versorgungsausgleich
  • Jugendamt
  • Rückforderung von übergegangenen Unterhaltsansprüchen auf den Sozialhilfeträger

Wünschen Sie Unterstützung im Familienrecht, freue ich mich auf Ihren Anruf oder eine E-Mail.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu familienrechtlichen Fragen, die häufig an mich herangetragen werden.

Angela Göring-Lensing-Hebben

Trennung – Was Sie beachten sollten

1. Konten
- Gemeinsame Konten trennen
- Vollmachten, insbesondere Kontovollmacht widerrufen
- Ggf. die Bezugsberechtigung bei Lebensversicherungen ändern

2. Unterhalt
- Kindesunterhalt:
Der Ehegatte, der die Kinder nicht täglich betreut, hat seinem Einkommen entsprechend Kindesunterhalt zu zahlen. Die Höhe und Berechnung richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle.

-Trennungsunterhalt:
Ggf. ist Trennungsunterhalt zu zahlen, wenn der andere Ehegatte weniger oder gar kein Einkommen hat und an einer Erwerbstätigkeit (beispielsweise wegen Kinderbetreuung) verhindert ist oder während der Ehe nie erwerbstätig war.

3. Ehewohnung/Haus
- Klären, wer in der Ehewohnung/Haus verbleibt.
Wenn hier keine Einigung erreicht wird, ist auch unter bestimmten Voraussetzungen die gerichtliche Zuweisung der Ehewohnung möglich.

Bei Mietwohnung:
Ggf. Umschreibung des Mietvertrages auf den verbleibenden Ehegatten, d.h. rechtlich: Kündigung des Mietvertrages durch beide Ehegatten und Abschluss eines neuen Mietvertrages mit dem Vermieter

Bei Eigentum:
- Klären, wer die ggf. vorhandenen Verbindlichkeiten die Ehewohnung/das Haus betreffend zukünftig weiter abbezahlt.
- Klären, ob der in der Ehewohnung verbleibende Ehegatte Miete für den hälftigen Anteil des anderen zahlen soll oder ob man dies ggf. mit anderen Zahlungen verrechnet.

4. Hausrat
- möglichst vor Auszug gerecht aufteilen
- Grundsatz:
Mit in die Ehe eingebrachtes Eigentum bleibt auch Eigentum.
Während der Ehe angeschaffter Hausrat gehört in der Regel beiden je zur Hälfte – wer tatsächlich den Gegenstand bezahlt hat, ist irrelevant.

Angela Göring-Lensing-Hebben

Scheidung

1.Wann kann ich geschieden werden?
Wenn beide Ehegatten die Scheidung wünschen, so kann der Scheidungsantrag nach einem Jahr der Trennung gestellt werden. Wenn nur ein Ehegatte die Scheidung wünscht und das Gericht nicht vom Scheitern der Ehe überzeugt ist, so kann die Ehe erst nach 3 Jahre´n seit der Trennung geschieden werden.

2. Wie lange dauert das Scheidungsverfahren, wann bin ich geschieden?
Wenn nur die Scheidung beantragt wird, ohne Unterhalt oder Zugewinn oder Sorgerecht gerichtlich geltend zu machen, und wenn beide Ehegatten die Scheidung wünschen, so muss man mit einer Verfahrensdauer von etwa 6 Monaten rechnen.

3. Wie teuer ist eine Scheidung?
Das hängt vom Einkommen der Eheleute ab.
Beispiel:
Ehemann verdient 1.500 € netto, Frau 700 €
beide haben nur Rentenanwartschaften bei der Deutschen Rentenversicherung
Gerichtskosten: 332 €
Rechtsanwaltsgebühren für einen Anwalt: etwa 1.300 € zzgl. Auslagen

4. Wer muss die Kosten für das Scheidungsverfahren tragen?
In der Regel werden die Kosten hälftig geteilt, d.h jeder trägt seine Kosten selbst und die Gerichtskosten werden hälftig geteilt.

5. Scheidung schnell und günstig. Wie geht das?
Die Scheidung erfolgt am schnellsten, wenn beide Ehegatten die Scheidung wünschen.
Am “günstigsten” wird es, wenn die Eheleute wenig Einkommen haben und Verfahrenskostenhilfe bewilligt bekommen. Dann trägt die Staatskasse die Kosten.
Wenn nur ein Ehegatte Verfahrenskostenhilfe bewilligt bekommt, so ist am günstigsten, wenn nur dieser Ehegatte sich anwaltlich vertreten lässt. Die Staatskasse trägt dann die Kosten für den Anwalt und die hälftigen Gerichtskosten. Nur die übrigen Gerichtskosten müssen dann vom verdienenden Ehegatten getragen werden.

6. Braucht man denn überhaupt einen Anwalt?
Ja, es besteht Anwaltspflicht.
Bei einer einverständlichen Scheidung benötigt man allerdings nur einen Anwalt. Der andere Ehegatte braucht dann nur zustimmen, dafür ist keine Anwaltspflicht gesetzlich vorgeschrieben.

7. Kann ein Anwalt beide Ehegatten gleichzeitig vertreten, um Kosten zu sparen?
Nein, das geht bereits aus berufsrechtlichen Gründen nicht.
Wenn sich aber beide Ehegatten einig sind, benötigt man auch nur einen Anwalt, siehe vorherige Frage.

Angela Göring-Lensing-Hebben